Brauchen wir Teamentwicklung?

Shownotes

Bist auch Du ein Teil eines Teams innerhalb deines Unternehmens? Ein Team neben vieler anderen, welches sich um ganz spezifische Aufgaben kümmert? Früher wurde vielleicht einmal ein Team entwickelt und da gab es ganz viel Beständigkeit. Heute jedoch haben wir das nicht mehr. Die meisten Teams, wenn nicht sogar alle, wurden in den letzten fünf Jahren komplett durchgewürfelt oder gar aufgelöst. Genau deshalb und wegen diverser anderer Gründe brauchen wir Teamentwicklung. Viel Spaß beim Zuhören!

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Creek and Beesie Podcast Folge "Schön, dass du da bist".

00:00:09: Heute spreche ich mit dir über ein wertvolles Thema und zwar geht es mir um das Thema Teamentwicklung,

00:00:15: was meines Erachtens nach in der heutigen Zeit immer wertvoller wird.

00:00:21: Unsere Welt und vor allem auch unsere Arbeitswelt, die verändert sich immer schneller,

00:00:27: es ist alles immer rasanter, das heißt wir reden hier von Globalisierung, von Digitalisierung,

00:00:32: KI, neue Arbeitsmodelle wie zum Beispiel Remote Work oder Agiles Arbeiten, die unseren Alltag prägen.

00:00:39: Doch egal, meines Erachtens nach, wie sehr sich unsere Arbeitswelt auch wandelt, es gibt eine Sache,

00:00:46: die bleibt konstant und zwar Menschen arbeiten in Teams zusammen. Die Frage, die ich mir dann

00:00:54: also stelle ist, wie können wir Teamentwicklung heute so gestalten, dass sie den Herausforderungen

00:01:00: der Schnelllebigkeit der Digitalisierung, der modernen Arbeitsweisen und so weiter auch gerecht

00:01:06: wird. Lass uns hierzu einmal kurz zurückschauen, denn früher waren Teams und auch ehrlich gesagt

00:01:12: ganz zu organemen immer sehr statisch. Das heißt jeder von uns oder jeder hatte ihre klare Rolle,

00:01:20: es war ganz klar, das war dein Aufgabenpaket, an dem du arbeitest, das ist für diese Abteilung

00:01:26: vorgesehen, das für die andere Abteilung. Es gab klare Hierarchien auch oft in ziemlich großer

00:01:32: Anzahl, also es gab die erste Ebene der Führung, die zweite, die dritte, die vierte, also es war

00:01:37: wirklich sehr hierarchisch aufgebaut. Du findest es teilweise auch heute immer noch in vor allen

00:01:42: Dingen behördlichen Organisationskontext, wobei nicht dass es jetzt böse klingen soll, auch dort

00:01:48: es ein Wandel sichtbar, aber das bedeutet auch im Unkehrschluss, dass dieses Statische natürlich

00:01:54: viel mehr Klarheit und Sicherheit gegeben hat. Und das ist heute anders. Heute ist es einfach viel

00:01:59: flacher, viel weniger Hierarchien, viel mehr Aufgaben, die du machen musst, viel mehr Veränderungen in

00:02:06: jeder einzelnen Abteilung. Da macht keiner in fünf Jahren noch das, was er heute macht. Sprich,

00:02:11: Teams werden oft auch in Projekten zusammengewürfelt, die für eine gewisse Zeit bestehen bleiben

00:02:16: und nach ein oder zwei Jahren aber bereits schon wieder sich um ein Vielfaches geändert haben,

00:02:20: sich aufgelöst haben und neue entstehen. Und genau das bedeutet auch, dass wir uns viel mehr

00:02:27: über das Thema Teamentwicklung unterhalten müssen, als wir das vielleicht noch vor 10, 20 Jahren

00:02:33: gemacht haben. Denn um es genau zu nehmen, früher hat man vielleicht einmal eine Team

00:02:38: entwickelt und dann ist da ganz viel Beständigkeit. Und genau das haben wir heute nicht mehr. Welches

00:02:43: Team ist innerhalb der fünf Jahre nicht komplett durchgewürfelt bzw. vielleicht sogar aufgelöst

00:02:47: worden. Und das ist für mich etwas, warum ich dann sage, wir brauchen Teamentwicklung nicht nur einmal,

00:02:53: sondern als kontinuierlichen Prozess. Und ja, ich bin der Meinung, das ist extrem wichtig und auch

00:03:00: nachher Ausschlaggebend über eine langfristig erfolgreiche Performance. Denn damit diese

00:03:05: Teams wirklich auch erfolgreich performen können, müssen sie eine Anpassungsfähigkeit haben,

00:03:10: die es früher so gar nicht notwendig war oder auch gar nicht so unbedingt gar den Teams. Wir

00:03:15: brauchen eine ganz offene Kommunikation. Das heißt, wir müssen immer wieder erschaffen,

00:03:20: einen Kommunikationsweg zu haben, um schnell Informationen auszutauschen. Denn wenn die

00:03:25: Schnelligkeit verloren geht, sind wir am Markt auch nicht wettbewerbsfähig. Und um das nochmal

00:03:30: klar zu haben, wenn du ein statisches Unternehmen fürst, eine statische Teamkultur hast, dann

00:03:36: bedeutet das auch immer Langsamkeit. Und Langsamkeit in dieser schnell liebigen Gesellschaft bedeutet

00:03:43: einen Wettbewerbsnachteil bis hin zu einer Marktunfähigkeit. Teams brauchen heute ein agiles

00:03:52: Mindset. Das heißt, damit wir Veränderungen als Chance überhaupt sehen können, bedeutet das eben

00:03:58: auch, dass ich mich viel veränderungsbereiter zeigen muss. Das heißt, ich muss auch mein Team

00:04:03: in eine Veränderungsbereitschaft hinführen bzw. sie dahin entwickeln. Und das Ganze funktioniert

00:04:10: natürlich auch nur, wenn wir als Grundprinzip psychologische Sicherheit leben. Das bedeutet

00:04:15: auch, dass jedes Team Mitglied sich traut, Ideen und Kritik zu äußern und nicht aus Angst nach

00:04:21: her vielleicht Dinge nicht sagen oder aber, dass sie eben eine Fehlerkultur hier gar nicht geliebt

00:04:26: werden kann. Machen wir uns bitte bewusst, meines Erachtens nach ist die Menschlichkeit im Mittelpunkt

00:04:33: obwohl wir haben ganz viel KI Einfluss und das wird in den nächsten Jahren eine radikalen

00:04:37: Wandel bedeuten. Aber KI wird vor allen Dingen viele repetitive Aufgabe übernehmen. Also spricht

00:04:43: Aufgaben, die gleich ablaufen, die wiederholbar sind. Das ist auch voll clever, wenn wir das nicht

00:04:48: in Menschenhand lassen, sondern wenn wir da die KI nutzen, weil KI ist einfach nochmal viel,

00:04:52: viel schneller. Doch der menschliche Faktor, der bleibt entscheidend, denn letztendlich brauchen

00:04:57: wir die menschlichen Ideen, wir brauchen ganz viel neuen geistigen Input und da ist Teamentwicklung

00:05:03: für mich heute wichtiger denn je. Denn um diesen menschlichen Faktor bestmöglich einzusetzen,

00:05:08: muss ich dafür sorgen, dass die Beziehung in meinem Team gestärkt werden, dass wir eine

00:05:14: Vertrauensbasis haben, die ganz stark ist, dass wir Empathie leben, dass wir gemeinschaftlich

00:05:19: auch sich in den anderen hineinversetzen, dass wir verstehen, wie tickt mein Gegenüber,

00:05:24: was die Person gerade braucht und wie ich sie bestmöglich supporten kann. Eine klare

00:05:30: gemeinschaftliche Idee, eine Teamidentität gilt es zu entwickeln und das ist etwas, wo ich sage,

00:05:35: genau dieses Vertrauen, diese Empathie.

00:05:40: wird nachher der absolute Klebstoff sein, um Teams zusammenzuhalten. Und zwar egal, ob

00:05:46: sie im gleichen Büro sitzen oder über verschiedene Zeitzonen weltweit agieren. Und damit wir

00:05:54: ein starkes Team entstehen lassen können, braucht es nicht zwingend irgendwie starke

00:06:00: Regeln oder irgendwelche Vorgaben von der Führung, die komplett quasi befolgt werden müssen,

00:06:07: sondern ich glaube es ist elementar, dass wir ein gegenseitiges Verständnis für einander

00:06:12: entwickeln. Das bedeutet eben auch, dass Unternehmen soft skills ganz gezielt fördern müssen, nämlich

00:06:18: das Thema emotionale Intelligenz, Konfliktlösungsfähigkeiten, Selbstreflexion als eines der Schlüssel-Elemente,

00:06:26: das muss aktiv gefördert werden. Und hier müssen wir auch unser Personal in den nächsten Jahren

00:06:31: massiv schulen, damit es eben nicht immer wieder dahingeht, dass man denkt man müsste irgendwas

00:06:37: regeln, damit es klappt, sondern dass wir gar nicht erst in den Konflikt gehen, weil wir eine

00:06:43: Konfliktfähigkeit herstellen in unserem Unternehmen, dass wir an Konflikten gemeinsam wachsen können.

00:06:49: Und das bedeutet eben auch, dass sich die Rolle der Führung massiv verändert. Also das haben wir

00:06:53: in den letzten Jahren schon ganz stark gesehen und wer sich so ein bisschen mit Führung auskennt,

00:06:57: der weiß das auch, dass wir eben weg von der Anweisung sind hin zu einer Führung, die sich eher

00:07:03: als coachende Führung sieht, die eben dabei ist nicht mehr die Kontrollen zwingend zu behalten,

00:07:09: sondern eben auch das Thema Empowerment zu leben. Also ganz viel Verantwortung auch bei den

00:07:13: Mitarbeitern sieht. Führungskräfte sind heute eben nicht mehr diese strengen vorgesetzt. Sie schaffen

00:07:19: den Rahmen, in dem sich Team selbst organisieren können. Darum geht es. Ich muss natürlich Leitplanken

00:07:24: setzen, aber ich muss meinem Team die Verantwortung übertragen, auf welcher Spur bin ich da gerade

00:07:30: auf der Autobahn unterwegs. Das heißt, wenn ich von Teamentwicklung spreche, geht es darum,

00:07:35: dass ich mein Team so förder, dass sie die individuellen Stärken eines jeden Mitarbeitenden

00:07:40: fördere und jeder kann sein Potenzial idealerweise entfalten. Das ist das, was ich anstrebe als

00:07:47: Führungskraft. Das bedeutet, ich unterstütze Menschen dabei, sich selbst weiterzuentwickeln,

00:07:54: denn so kann automatisch das ganze Team wachsen. Als Instrumente gibt es jetzt verschiedenste Dinge,

00:08:01: die du machen kannst. Das eine ist natürlich Weiterbildung, Workshops, Trainings. Ich bin

00:08:05: ein großer Fender von, dass du dich mit deinem Team zusammensetzt, mindestens zu einer jährlichen

00:08:10: Strategietagung, um einfach auch diese gemeinsame Ausrichtung einmal fachlich zu haben, aber es

00:08:14: sollte auch immer der soziale Gedanke da eine Rolle spielen, also Raum für das Miteinander. Viele

00:08:20: Firmen machen auch immer noch den Fehler, dass sie so was nur auf fachlicher Ebene tun. Was gut ist,

00:08:26: dass sie es tun, aber wenn das eben nicht auch auf der sozialen Ebene passiert, dann wird das

00:08:30: Thema Teamentwicklung tatsächlich hier vernachlässigt. Darüber hinaus gehört es eben auch dazu,

00:08:36: dass wir vielleicht gewisse Teambildungsaktivitäten machen, ob indoor, outdoor, ob mitexternen

00:08:40: Trainern und Coaches, ob Kletterpark, Escape Rooms, was auch immer. Es gibt tausende Möglichkeiten,

00:08:46: und natürlich sollten wir hier immer was wählen, was vielleicht auch gerade zur aktuellen Situation

00:08:50: passt. Für mich ein ganz elementarer Punkt sind aber auch das Thema Feedback und Reflexionsrunden.

00:08:57: Also ihr habt ja schon oft von mir gehört, dass ich das Thema Selbstreflexion super wichtig finde,

00:09:01: und natürlich geht es aber auch in die Selbst- und Fremdwarnliebung. Das heißt,

00:09:04: wir brauchen Feedback-Instrumente, Feedbackgespräche, die regelmäßig geführt werden. Und nein,

00:09:08: ich rede nicht von einem Jahresfeedbackgespräch, sondern ich rede davon, wie wir Feedback

00:09:13: kontinuierlich in unsere Teams bringen können. Und wir Feedback permanent auch als das sehen,

00:09:18: was es sein soll, nämlich als Motivationsinstrument, um Dinge besser zu machen oder um Dinge vielleicht

00:09:24: genauso wiederzumachen. Zur Teamentwicklung gehört für mich es auch, das Ganze viel

00:09:29: strukturierter zu machen. Also das heißt, angefangen vom Meeting. Ein Meeting muss

00:09:32: strukturiert sein, nicht so ein muddling through, wo jeder irgendwie probiert so irgendwie wie es geht

00:09:36: und hinterher alle genervt sind, sondern dass man strukturierte Meetings hält, dass man digitale

00:09:42: Tools nutzt, um die Arbeit zu erleichtern, dass man vielleicht auch überichte Modelle schafft oder

00:09:47: aber im Wechsel zwischen Digital und Präsenz gemeinschaftlich schaut, welche Struktur passt hier

00:09:52: am besten. Für mich an dieser Stelle ganz wichtig, es gibt nicht die eine richtige Struktur, sondern

00:09:57: das muss ich je nach Unternehmen, je nach Bereich, je nach der individuellen Bedürfnis und

00:10:01: das individuelle Reifegrad des eines Teams betrachten und dann die richtige Entscheidung treffen zu können.

00:10:07: All das soll Inspiration für dich sein, Impuls für dich sein, solltest du selber Führungskraft sein,

00:10:12: kannst du da natürlich ganz ganz viel selber schon von umsetzen und beeinflussen, aber selbst wenn

00:10:17: du noch keine Führungsverantwortung hast und das auch nicht anstrebst, kannst du natürlich auch

00:10:21: schauen, um mit deinen Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch in den Austausch zu gehen, was du

00:10:27: selbst dazu zu sagen hast, wie du die anderen mitnehmen könntest oder auch hier vielleicht

00:10:31: inspirieren könntest, ein wenig mehr in Richtung Teamentwicklung zu schauen. Lass mich gerne wissen,

00:10:38: wie du das siehst, wie du dazu stehst, vielleicht auch wie du dein Team entwickelt, deswegen freue

00:10:43: ich mich immer auch über Rückmeldung zu den Podcast folgen, schreib mir eine WhatsApp-E-Mail

00:10:47: oder bei LinkedIn und dann teile gerne auch mal deine Ideen hier mit mir, denn vielleicht inspiriert

00:10:54: mich das ja deine Idee hier im Podcast direkt weiterzugeben. Vielen Dank fürs Zuhören und dann

00:11:00: freue dich bereits jetzt auf die kommende Folge, denn dann heißt es wieder, quick and busy der

00:11:04: Podcast für deinen beruflichen und persönlichen Erfolg. Bis dahin, alles Liebe, dein René.

00:11:10: [Musik]

00:11:15: Alles klar.

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